Tägliche körperliche Aktivität und Sport im Kindesalter erhalten dauerhafte die Gesundheit. Die

Kinder und Jugendlichen in Deutschland sind Bewegungsmuffel.

Aktuelle Daten zeigen dass nur circa 12 % der Mädchen und 19 % der Jungen die präventiv

( vorbeugend) wirksame Zeit von 60 Minuten leichter bis intensiver körperlicher Aktivität erreichen.

Leider nimmt der Anteil mit zunehmendem Alter ab.

Der Kindern angeborene Bewegungsdrang wird durch den zunehmenden Autoverkehr erschwert.

Auch haben die Eltern, die häufig beide berufstätig sind, nicht die Zeit, um mit ihren Kindern

regelmäßig schwimmen zu gehen, Fußball zu spielen oder andere Aktivitäten auszuführen.

Eine große Konkurrenz zum körperlich aktiven Spielen stellt leider auch das breite Angebot an

Medien,wie Fernsehen und Computer dar.

Dazu kommt, dass die Schüler durch die immer engeren Lehrpläne und das Abitur, nach acht

Jahren immer mehr Zeit in der Schule verbringen und immer weniger Zeit für freies Spielen

draußen und Training im Sportverein haben.

Die WHO empfiehlt, dass Kinder sich täglich 60-90 Minuten am Tag mit leichter bis hoher Frequenz bewegen

sollen. Mit 1 Stunde Schulsport am Tag kann man zumindest an fünf Tagen in der Woche diesem

Ziel ein Stück näher kommen. Aktuell werden zwei bis maximal drei Sportstunden angeboten, fünf

Sportstunden wären somit schon eine deutliche Steigerung der Bewegungszeit.

Auch werden im Schulsport alle Kinder erreicht, im Sportverein sind nur etwa 60 % der Kinder

einer Altersstufe aktiv, wobei dieser Anteil im Laufe des Jugendalters noch abnimmt.

Außerdem zeigen Studien, dass Kinder, die während der Schulzeit körperlich aktiv sind, auch ihre

Freizeit aktiver gestalten. Andere Studien wieder rum zeigen auch eine Verbesserung der

Schulleistungen durch Steigerung der körperlichen Aktivität.

Des weiteren sind flankierende Maßnahmen wie beispielsweise der “ Schuleexpress“ sinnvoll.

Hierbei handelt es sich um eine Initiative nach dem Vorbild des englischen “ Walkingschoolbus“ ,

bei der die Schulkinder sich entlang einer festgelegten Strecke treffen und gemeinsam zur Schule

gehen. Das hätte den wunderbaren Nebeneffekt, dass weniger Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur

Schule fahren. Das ist nicht nur für die Kinder sondern auch für unsere Umwelt deutlich besser.

Quelle: Stellungnahme der Kommission Kinder und Jugendsport der Deutschen Gesellschaft für

Sportmedizin und Prävention